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Zucker macht süchtig

Zucker macht süchtig

Für die Figur ist das weiße Pulver schon mal gar nicht gut – das hat inzwischen jeder mitbekommen. Doch beschert uns Zucker noch viele weitere Probleme. Du kommst nicht los von Kuchen, Cola oder Schokolade? Dafür gibt es einen Grund: Zucker macht süchtig, und diese bisher meist unbekannte Sucht ist eine der am weitesten verbreiteten in unserer Zivilisation. So kommst du davon los – ein für alle Mal.

Woher kommt dieses starke Verlangen nach Zucker überhaupt und wieso gelüstet es uns stattdessen nicht nach Gemüse oder Vollkornprodukten?

Der Mensch hat von Natur aus eine Vorliebe für fettige und süße Speisen. Das macht auch Sinn, denn in früheren Zeiten war es für unsere Vorfahren überlebenswichtig, viele Lebensmittel mit hohem Kaloriengehalt zu essen, um möglichst viel Energie zu bekommen. Heute jedoch bewegen sich die meisten Menschen zu wenig, um die aufgenommenen Kalorien in Energie umzusetzen. Neuzeitliche Lebensmittel wie Big Mac, Cupcakes oder Schokolade landen dann auf unseren Hüften und tun unserer Gesundheit gar nicht gut.

Zucker macht süchtig - ist die Sucht nach Zucker also evolutionsbedingt?

Ob und wie stark uns Zucker süchtig macht, wird immer noch diskutiert und erforscht. So stellten Forscher in einem Experiment mit Ratten ein gewisses Suchtverhalten fest. Zucker aktiviert das Belohnungssystem im menschlichen Gehirn, das ebenfalls bei Suchtverhalten miteinbezogen ist. Wenn du also etwas isst, das dir gut schmeckt, bekommt dein Körper Lust darauf, noch mehr davon zu verdrücken. Gerade bei Süßigkeiten ist dieser Drang besonders intensiv und wir können nicht mehr damit aufhören.

Zuckerreiches Essen – eine schlechte Angewohnheit

Auch wenn Zucker nicht süchtig macht wie manche Drogen, ist er für viele nur schwer aus unserem Alltag wegzudenken. Denn unsere Geschmacksnerven haben sich mit der Zeit an zuckerhaltiges Essen gewöhnt, und wenn du deinen Kaffee oder Tee regelmäßig mit ein paar Teelöffeln Zucker getrunken hast, kannst du vielleicht den puren Geschmack gar nicht mehr so sehr genießen. Die gute Nachricht: Deine Geschmacksnerven können sich auch wieder umgewöhnen. Wenn du zunächst die Anzahl deiner Löffel Zucker reduzierst, fällt es dir leichter, ihn irgendwann komplett wegzulassen und den unverfälschten Geschmack deines Tees zu genießen.

Zucker macht süchtig - warum ist die Gier nach Zucker bei Stress noch größer?

In der heutigen Zeit sind leider viele Menschen permanent im Stress, ein Zustand, der Neurotransmitter im Hirn verschieben kann, und hierdurch wird mehr Kortison ausgeschüttet. In Folge dessen hast du mehr Verlangen nach Zucker und fettigem Essen. Auch dies ist wieder ein Automatismus der Natur, damit wir in Notzeiten mehr Energie aufnehmen. Diese Energie setzen wir in unserer bewegungsarmen Zeit aber wiederum in Fett um.

Es gibt auch Menschen, die in stressigen Situationen weniger essen. In der Regel essen sie aber trotzdem mehr Süßes, denn das Gehirn sendet die entsprechenden Signale aus und verlangt nach Energie. Involviert sind außerdem so genannte konditionierte Reflexe, die im Hirn verankert sind. Bestimmt hast auch du als Kind zum Beispiel beim Arzt ein Bonbon bekommen, wenn du tapfer warst, oder einen Trost–Kakao zum Aufmuntern, wenn etwas schief gelaufen ist. Der Konsum von Zucker ist also mit Belohnung und Trost verbunden, und sobald wir erwachsen sind und Ihn uns selbst verschaffen können, belohnen wir uns so oft es geht. Kein Wunder also, dass uns Zucker süchtig macht.

Zucker macht süchtig - so beeinträchtigt Zucker deine Gesundheit

Der Konsum von Haushaltszucker bringt leider eine ganze Reihe gesundheitlicher Nachteile mit sich. Er gelangt nach dem Verzehr schnell in dein Blut und lässt den Blutzuckerspiegel stark ansteigen. Dein Körper produziert Insulin und belastet dadurch die Bauchspeicheldrüse. Sie reagiert mit einer Überproduktion und der Zucker wird schnell wieder abgebaut, es folgen Müdigkeit und noch mehr Verlangen nach Zucker.

Dieser ungesunde Kreislauf führt langfristig zu hohen Blutfettwerten, Bluthochdruck und Übergewicht, denn deine Leber wandelt den überschüssigen Zucker in Fett um, der sich auf deinem Bauch oder deinen Hüften festsetzt. Wenn du zu viel Zucker konsumierst, steigen die Risiken für Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs. Auch die Entstehung von Alzheimer wird mit einem erhöhten Insulingehalt in Verbindung gebracht. Zucker macht also nicht nur dick, sondern auch krank. Doch welche Alternativen haben wir?

Honig und Ersatzprodukte

Agavendicksaft, Dattelsirup oder Honig – gibt es gesündere Süßungsmittel als Zucker? Der in Ersatzprodukten enthaltene Zucker wird im Körper aufgespalten, bis er sich chemisch gesehen nicht mehr vom herkömmlichen weißen Zucker unterscheidet. Trotzdem solltest du Honig oder andere Ersatzprodukte bevorzugen, denn sie bieten zusätzliche wichtige Nährstoffe für deinen Körper.

Die beste kalorienarme Variante ist der Süßstoff Stevia, denn seine Zusammensetzung unterscheidet sich stark von anderen Süßstoffen. Es handelt sich nicht um ein Kohlenhydrat, sondern ein Glycosid, und Stevia ist bis zu 450 mal süßer als Zucker und seit 2011 als Lebensmittel zugelassen. Du kannst es in flüssiger Form, als Tabs oder als Pulver kaufen. Stevia macht im Vergleich zu Zucker nicht süchtig.

Ohne Zucker keine Energie?

Keine Sorge, denn rein biologisch brauchst du überhaupt keinen Zucker zu dir zu nehmen. Zwar benötigt das Gehirn Glukose, und Zucker ist ein hoher Energielieferant, doch kann dein Körper ihn selbst herstellen. Außerdem bestehen Kohlenhydrate wie zum Beispiel Stärke auch aus Zuckermolekülen, welche bei der Verdauung im Darm freigesetzt werden. Isst du also Vollkornbrot, Kartoffeln oder Obst, bekommst du genug Zucker und Energie, um fit zu bleiben. Verzichte aber so gut es geht auf den weißen Industriezucker in Cola, Schokolade oder Fertiggerichten, denn dieser ungesunde Zucker macht süchtig.

Zucker macht süchtig - schluss mit der Zuckersucht

Du hast beschlossen, dich von nun an möglichst zuckerfrei und gesund zu ernähren, doch was hilft nun am besten in der Übergangszeit, wenn du das süße Gift vermisst?

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    Steige um auf Vollkornprodukte, zum Beispiel morgens Vollkornbrot oder ein Müsli mit Haferflocken, mittags Naturreis oder Vollkornnudeln. Denn die komplexen Kohlenhydrate versorgen deinen Körper langsam und für längere Zeit mit Energie und dein Blutzuckerspiegel steigt nicht so rasch an, um anschließend wieder tief abzufallen. So vermeidest du Heißhungerattacken.
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    Iss regelmäßig und lasse keine Mahlzeiten ausfallen, denn wenn anschließend der Heißhunger kommt, wird es schwer, nicht wieder zu zuckerhaltigen Nahrungsmitteln zu greifen.
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    Zwar ist auch Obst süß und enthält Fruchtzucker und Glucose, doch muss dein Körper diesen erst einmal aus den Zellen der Frucht herauslösen. Dadurch gelangt der Zucker nicht so schnell ins Blut wie Industriezucker. Zuckerarme Obstsorten sind noch nicht ganz reife Bananen, Papaya, Beeren und Grapefruit.
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    Bittere Lebensmittel wie grünes Blattgemüse helfen, dein Verlangen nach Süßem zu reduzieren. Daher sollten Gemüse wie Spinat, Grünkohl, Feldsalat oder Mangold regelmäßig auf deinem Speiseplan stehen. Bei Heißhunger probiere mal einen grünen Smoothie, leicht gesüßt mit Banane.
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    Es gibt Kräutertees mit natürlich süßem Geschmack, wie Sweet Chai Tee oder Lakritztee. Falls du dir deinen Lieblingstee nur schwer ohne Zucker vorstellen kannst, süße ihn mit Stevia.
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    Bei Schokolade kannst du auf die dunkle Variante umsteigen. Mindestens 70 Prozent Kakaoanteil sollte enthalten sein. Dunkle Schokolade vertreibt durch den Bittereffekt außerdem die Lust auf Zucker.

Fazit​​

Natürich bevorzuge ich die ketogene Ernährungsweise. Das heisst, stark kohlenhydratreduziert. Und das würde ich auch dir empfehlen, es zumindest mal auszuprobieren. Nur 2-3 Wochen. Dann siehst du, wie du dich damit fühlst und kannst ein Urteil darüber fällen, ob das etwas für dich ist oder eher nicht.

Die Tipps, die ich dir hier gegeben habe, sind eigentlich nur für die Übergangsphase von einer sehr zuckerlastigen Ernährung zu einer Low Carb bzw. ketogenen Ernährung. Damit dir die Entwöhnung von Zucker leichter fällt. Du findest hier auf meinem Blog alles Wissen, das du benötigst um eine erfolgreiche ketogene Ernährung zu starten.

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