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Süßstoff macht dick

Süßstoff macht dick

Süßstoff ist nicht selten bis zu 2.000 Mal süßer als raffinierter Zucker, enthält allerdings keine Kalorien. Und genau das ist das Problem: Viele Menschen glauben, normalen Zucker in Speisen und Getränken ganz einfach durch Süßstoff ersetzen zu können, um damit eine Menge Kalorien zu sparen. Das ist zunächst auch richtig, allerdings bedeutet dies noch lange nicht, dass man sich damit gesünder ernährt. Im Gegenteil: Süßstoff macht dick und kann uns sogar gesundheitlich stark beeinträchtigen.

Süßstoff macht dick - was ist wirklich dran?

Zahlreiche Studien beweisen, dass Süßstoff nicht wirklich hilfreich ist, wenn es ums Abnehmen geht und im schlimmsten Fall sogar Diabetes auslösen kann. Zunächst einmal erkennen unsere Geschmacksnerven vier verschiedene Geschmacksrichtungen: Süß, sauer, bitter und salzig. Doch auf Süßes reagieren wir besonders stark, denn das ist sein „Brennstoff“. Traubenzucker (Glukose) versorgt unseren Körper eigentlich mit lebensnotwendiger Energie.

Wenn wir ihm diesen aber nicht zuführen, sondern stattdessen Süßstoff wählen, verwirrt dies das Gehirn. Es empfängt über die Geschmacksnerven zwar, dass gerade etwas Süßes verspeist wird, doch das Gehirn empfängt nicht – wie eigentlich erwartet – Glukose. Daraus ergibt sich eine Art Reizung, welche dem Körper meldet, dass dem Körper zu wenig Energie zugeführt wird. Die Reaktion: Wir haben mehr Hunger und essen womöglich mehr Kalorien, als wir eigentlich benötigen.

Und genau dieser Teufelskreis führt dazu, dass wir stetig zunehmen und dabei umso mehr Süßstoff konsumieren, weil wir das Extragewicht wieder verlieren möchten. Somit gilt im weitesten Sinne durchaus: Süßstoff macht dick!

Dieser schleichende Prozess kann langfristig fatale Folgen haben: Unser Insulinspiegel zeigt an und wir können sogar an Typ-2-Diabetes erkranken. Nur dann, wenn unser Gehirn sich sicher sein kann, dass es beim Verzehr von Süßem auch tatsächlich Energie zugeführt bekommt, kann unser Hungergefühl sich wieder auf ein normales Niveau regulieren.

Deshalb ist es wichtig, vorsichtig mit Süßstoffen umzugehen. Je weniger „abhängig“ wir davon sind, desto einfacher kann sich unser Stoffwechsel von selbst wieder regulieren – und desto leichter fällt letzten Endes auch das Abnehmen.

Die gängigsten Süßstoffe – welche gibt es?

Innerhalb der EU sind nicht sämtliche existierende Süßstoffe zugelassen, da die Richtlinien teilweise deutlich strenger sind als in Nicht-EU-Ländern. Zu den bekanntesten zählen unter anderem Acesulfam, Aspartam, Cyclamat, Thaumatin, Steviaglykoside, Sucralose, Saccharin, Neotam und Neohesperidin.

Doch Vorsicht: Süßstoffe sind keinesfalls mit Zuckeraustauschstoffen gleichzusetzen. Bei diesen ist die Süßkraft weniger intensiv, doch sie sind noch immer deutlich kalorienärmer als Zucker. Zuckeraustauschstoffe kommen vor allem in Zahnpasta oder auch Kaugummi vor und bedürfen einer Zulassung, um in der EU verarbeitet zu werden.

Aspartam – einer der kritischsten Süßstoffe überhaupt

Aspartam ist ein Süßstoff, der vor allem in Light-Getränken vorkommt und daher relativ weit verbreitet ist. Dieser Süßstoff süßt rund 200 Mal intensiver als Zucker und ist dabei völlig kalorienfrei. Das klingt verlockend, birgt aber auch einige Risiken. Verschiedene Studien konnten beweisen, dass Aspartam körperliche Beschwerden wie Sehprobleme, Kopfschmerzen und sogar Gedächtnisstörungen hervorrufen kann.

Darüber hinaus soll es sogar Krankheiten wie Diabetes, Depressionen und Alzheimer fördern, da während der Verstoffwechselung im Körper hochgradig gefährliche Nervengifte entstehen. Wissenschaftlich bewiesen ist außerdem, dass beim Abbau des Süßstoffs im Organismus Methylalkohol entsteht – dieser Stoff zählt zu einem der riskantesten Stoffwechselgiften überhaupt. Daher ist es wichtig, die empfohlene Tagesdosis von 40 mg je Kilogramm Körpergewicht möglichst nicht zu überschreiten, damit daraus keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen resultieren.

Süßstoffe und Krebs – wie gefährlich sind sie wirklich?

Einige Süßstoffe, die bislang in der EU erlaubt sind, sollen laut Studien sogar krebserregend sein. So wird vermutet, dass Aspartam die Entstehung von Gehirntumoren fördert und Blasenkrebs erst durch den regelmäßigen Verzehr von Cyclamat entsteht. Allerdings gibt es hierfür noch keine wissenschaftlichen Beweise.

Sämtliche Zusatzstoffe, die in Getränken und Speisen verarbeitet werden, müssen zunächst streng von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit kontrolliert werden. Insbesondere Süßstoffe werden ständig weiter erforscht und untersucht, so dass man sich um Krebs erst einmal keine Gedanken machen muss.

Sich hin und wieder ein Light-Getränk zu gönnen, ist natürlich völlig in Ordnung, so lange die restliche Ernährung möglichst ausgewogen ist und aus gesunden, vollwertigen Lebensmitteln besteht.

Süßstoff macht dick - aber gibt es Alternativen?

Ganz ohne Zweifel schmeckt Süßes lecker und manchmal möchte man es einfach – als Belohnung, zum Stressausgleich oder einfach, weil man gerade Lust darauf hat. Allerdings sollte man die Existenz von Süßstoff in flüssiger Form oder als Tabletten nicht als Freifahrtschein sehen, um ohne Limit Süßes essen zu können, denn Süßstoff macht dick.

Süßen lässt sich natürlich praktisch alles damit, seien es Joghurt, Quark, Kuchenteig oder auch Pfannkuchen. In hohen Mengen ist Süßstoff äußerst gesundheitsschädlich und treibt unseren Blutzuckerspiegel unnötig in die Höhe. Empfehlenswerter ist deshalb, wenn es schon unbedingt süß sein muss, von Natur aus Süßes beizumischen: Etwas Agavendicksaft, Ahornsirup oder ein halber Teelöffel Honig bringen oft genau denselben Effekt mit sich und sind dabei gesünder.

 Am besten ist es natürlich, wenn man sich den Drang, ständig Süßes essen zu wollen, abgewöhnt. Meist bemerken wir erst nach einer Weile ohne Zucker und Süßstoffe, wie süß Schokolade oder Bonbons wirklich schmecken. Dann hat man oft schon nach einer kleinen Menge genug – und das kommt sowohl unserer Gesundheit als auch unserer Figur nur zugute. Um sich von der Zuckersucht loszulösen eignet sich eine ketogene Ernährungsweise hervorragend.

Weitere interessante Artikel findest du hier.

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