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Low Carb kann deine Cholesterinwerte verbessern

Low Carb kann deine Cholesterinwerte verbessern

Eine kohlenhydratarme Ernährungsweise hilft nicht nur beim Abnehmen. Sie hilft zudem äussert wirkungsvoll beim Erhalt einer guten Gesundheit.

Kohlenhydrate und Cholesterin

Ernährungsexperten sind sich nicht einig darüber, ob Kohlenhydrate bei einer gesunden Ernährung überhaupt eine Rolle spielen. Es gibt viele, die davon überzeugt sind, dass Kohlenhydrate nicht essentiell sind für eine gesunde Ernährung. Ganz im Gegenteil, sie glauben sogar, dass Kohlenhydrate das Risiko für neurologische Erkrankungen, Krebs und Diabetes erhöhen.

Andere glauben, dass Kohlenhydrate wichtig für eine gute Gesundheit sind und sie den Grossteil der täglichen Kalorien ausmachen sollten. 

Immer mehr Studien liefern handfeste Beweise dafür, dass Low Carb Diäten das Risiko für Herzkrankheiten besser minimieren als Low Fat und auch die Cholesterinwerte verbessern.

Wie viele Kohlenhydrate brauchen wir?

Von offizieller Stelle her heisst es nach wie vor, dass ca. 30% der täglichen Kalorien von Kohlenhydraten stammen sollten.

Kohlenhydrate sind für viele Sportler, die bis zu 6 Mal pro Woche trainieren, die erste Wahl. Sie stellen den optimalen Treibstoff für die Zellen bei intensiven Belastungen dar und versorgen die Muskeln so mit der nötigen Energie.

Viele sind nach wie vor davon überzeugt, dass Sportler 40-50% ihrer täglichen Kalorien aus Kohlenhydraten beziehen müssen, damit sie Leistung bringen können. Allerdings gibt es bereits viele Beispiele dafür, dass das nicht stimmt. Es gibt Top-Sportler, die sich ketogen Ernähren und beste Resultate erzielen.

Der Körper muss daran gewöhnt werden, mit wenig Kohlenhydraten Leistung zu bringen.

Low Carb Diäten sind für alle geeignet

Bodybuilder und Athleten können sich ketogen Ernähren. Nach der Ernährungsumstellung folgt zwar eine Phase, in der die Leistung etwas eingeschränkt ist. Aber sobald diese überstanden ist und sich der Stoffwechsel umgestellt hat, ist die Energie wieder da.

Und wer abnehmen möchte schafft das mit einer Low Carb Diät problemlos. Nicht nur das, er wird sein Gewicht anschliessend auch halten können.

So funktionieren Low Carb Diäten

Low Carb Diäten beschränken die Kohlenhydratmenge teilweise auf bis zu 20 Gramm täglich. Das wäre dann aber die extremste Form, welche als «ketogene Diät» bekannt geworden ist.  Durch die Kohlenhydratrestriktion ändert sich der Stoffwechselzustand des Körpers und es wird hauptsächlich Fett als primäre Energiequelle verwendet und nicht mehr Glukose.

Im extremen Gegensatz zu der noch immer weit verbreiteten negativen Grundhaltung gegenüber Fett, sind Low Carb und im Speziellen ketogene Ernährungsweisen sehr fettreich. Bei dieser Ernährungsweise muss man grosszügig Fett konsumieren. Dadurch wird die körpereigene Fettverbrennung angekurbelt.

Doch wie kann das jetzt die Cholesterinwerte verbessern?

Das zeigen Studien

Die Mayo Klinik hat herausgefunden, dass eine ketogene Diät wünschenswerte Auswirkungen auf Herzkrankheiten, Diabetes und das metabolische Syndrom hat. Nicht nur das, sie bewiesen zudem, dass diese Ernährungsweise die Cholesterinwerte verbessern kann. Das schlechte LDL Cholesterin kann damit zwar nicht gesenkt, aber das gute HDL Cholesterin erhöht werden. Jedoch können die Triglyceridwerte damit verbessert werden.

Es gab in der der Vergangenheit einige Studien dazu, dass gesättigte Fettsäuren die Cholesterinwerte erhöht. Das stimmt auch. Aber es kommt nicht auf die Höhe des Gesamtcholesterins an, sondern um das Verhältnis vom Gesamtcholesterin zu HDL und die Triglyceridwerte. Das wurde bei diesen Studien gar nicht untersucht, obwohl es absolut wesentlich ist. Man hat keinen Unterschied gemacht zwischen HDL und LDL.

Mittlerweile gibt es aber mehrere Studien, die belegen, dass sich kohlenhydratarme Diäten mit grösseren Mengen an gesättigten Fettsäuren in keinster Weise negativ auf die Cholesterinwerte auswirken. Ganz im Gegenteil sind sie sogar in der Lage, die Marker für Herzerkrankungen markant zu verbessern.

Man nimmt sogar an, dass Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index (grosse Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel wie z.B. Zucker) schlechte Blutfettwerte verursachen. Wenn man bedenkt, dass die aktuelle Ernährungslehre noch immer hohe Mengen an Kohlenhydraten empfiehlt und auch Zucker fast bedenkenlos geduldet wird, ist das schon eher besorgniserregend.

Im Oktober 2015 wurde die erste bayessche Studie (Zusammenstellung von Daten zum leichteren Verständnis von Ärzten) zu den Auswirkungen von Diäten auf die Gewichtsabnahme veröffentlicht. Es wurde in mehreren Studien mit über 2000 Menschen bewiesen, dass kohlenhydratarme, fettreiche Diäten zu 99% zu mehr Gewichtsverlust und besseren Gesundheitsmarkern führen als fettarme Diäten.

Eine Metaanalyse von 17 Studien und insgesamt 1140 Teilnehmern hat gezeigt, dass sich Low Carb Diäten nicht auf das LDL Cholesterin auswirken. Weder positiv noch negativ.

Stattdessen wird Low Carb mit folgendem in Verbindung gebracht:

  • Markanter Gewichtsverlust und reduzierter Body Mass Index
  • Bemerkenswerte Verbesserungen einiger Risikofaktoren für Herzerkrankungen: niederigerer Blutdruck und Triglyceridspiegel
  • Niederigerer Nüchternblutzucker
  • Vermindertes Risiko für das metabolische Syndrom, ein weiterer Risikofaktor für Herzerkrankungen
  • Verringerung des ungesunden viszeralen Fettes.
  • Erhöhung des guten HDL Cholesterins

Eine andere Studie untersuchte die gesundheitlichen Auswirkungen, wenn gesättigte Fettsäuren durch vor allem raffinierte Kohlenhydrate und Zucker ersetzt werden. Interessanterweise konnte dadurch keine Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauferkrankungen erzielt werden. Im Gegenteil, das Risiko erhöhte sich dadurch.

Daraus folgerten die Forscher, dass eine kohlenhydratreduzierte Ernährung mit Gewichtskontrolle das oberste Ziel von der gesamten Bevölkerung sein sollte. Vor allem im Hinblick auf die wachsenden Probleme mit Fettleibigkeit und Diabetes Typ2.

Weitere wichtige Ansätze

Keine kohlenhydratreduzierte Diät befürwortet den Verzehr von Transfetten (hydriertes oder teilweise hydriertes Pflanzenöl). Dabei handelt es sich um die schlimmsten und schädlichsten Fette, die nachweislich das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen.

Transfette sind enthalten in Süssigkeiten, Backwaren, frittiertem, verarbeiteten Snacks, Keksen usw. Nichts davon ist Bestandteil eines Low Carb Ernährungsplans.

Fazit

Bevor du dich für eine Umstellung deiner Ernährung entscheidest, solltest du mit deinem Arzt sprechen. Insbesondere, wenn du Herzkrank bist oder einen hohen Cholesterinspiegel hast. Alternativ kannst du dich auch an einen Ernährungsberater wenden. 

Weitere interessante Artikel findest du hier.

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